Lernen ist Teil des Lebens
Die testsuite unterstützt Eltern bei ihrer Mission als ein Teil der komplexen Schnittstelle zwischen Eltern und Schule. Die Software ermöglicht es Ihnen als Eltern, durch verständliche Darstellung der Lernfortschritte einen kontinuierlich abrufbaren Einblick in die aktuelle Lernsituation zu gewinnen.
Die Elternrolle im Lernprozess
Eltern sollten bei jungen Lernern stets feste Größen auch in diesem Teil des Lebens sein. Mit zunehmender Notwendigkeit des Lebenslangen Lernens (LLL), aber auch mit zunehmenden Möglichkeiten, dieses zu realisieren, sollte es Eltern immer leichter möglich sein, die Lernprozesse vielfältig zu begleiten und, in der Konsequenz, Teil dieser Prozesse zu sein.
Eltern sind nicht nur „Schulgeldzahler“ oder „Weckdienst“ für verschalfene Teenies. Eltern sind auch Mentoren, Vertrauenspersonen und die wichtigsten Lerncoaches. Hier können die Lernenden alle wichtigen Dinge des Lebens lernen, Verständnis, Zuspruch, Mitgefühl, aber auch Antrieb, Motivation, Ziele finden.
Die Sponsorenrolle im Lernprozess
Jeder Lernprozess muss finanziert werden. Die öffentliche Hand geht zunehmend davon aus, dass private Initiativen hierbei eine Rolle spielen, aber auch staatliche wie europäische Förderprogramme spielen eine wesentliche Rolle. Ein für den Lernenden relevantes Thema betrifft die Schnittstelle zwischen wirtschaftlichem Unterstützer und dem Lernenden selbst. Stiftungen, Ämter, aber auch Eltern, Großeltern, LebenspartnerInnen sind wichtige Sponsoren von Bildungsmaßnahmen und alle wollen wissen, wie sich der Lernfortschritt entwickelt.
Wir zeigen Ihnen nachfolgend, wie die Lernenden mit Hilfe der testsuite jederzeit eine einfache und klare Aussage zu ihrem aktuellen Lernerfolg und der erwartbaren Perspektive treffen können. Wir möchten Ihnen zeigen, wie Sie mit dem Feedback Ihrer Sprößlinge umgehen können.
Was lernt unser Einsteiger?
Die Modulbeschreibungen lassen sich jederzeit ausdrucken und anschauen. Dort finden Sie neben dem geplanten Umfang (10 Stunden sind eher ein Intro, 36 Stunden sind schon ein Modul mit einigem Inhalt, 120 Std lassen Kompetenzgewinn erwarten) die Kompetenzziele, also eine Beschreibung dessen, was der Lernende am Ende wissen und können soll. Daraus leiten sich die Lernfelder ab. Ein Lernfeld sagt aus, mit welchen Themen sich der Lernende befassen soll, um die angestrebten Kenntnisse und Kompetenzen zu erlangen. Diese werden gefolgt von den Lerngegenständen. Hier finden sich Hinweise auf eine Auswahl möglicher Fachthemen, die der Lernende bearbeiten soll, mit denen er sich auseinandersetzen wird, um die gesetzten Ziele des Moduls zu erreichen. Meistens werden auch methodische Hinweise (also Ideen, wie gelehrt und gelernt werden soll) und Aussagen zu benötigten Materialien in der Modulbeschreibung gegeben, sofern diese z.B. themenspezifischen Zusatzaufwand machen.
Wie lernt unser Schützling?
Aus der Reportcard ist zu erkennen, ob der Lernende eher auswendig lernt oder auch Kompetenzen erwirbt. Achten Sie hier darauf, dass beides ausgewogen geschieht. Es muss nicht immer erst die Fakten- oder Methodenkenntnis erworben werden. Oft ist es auch möglich, eine Aufgabe „aus dem Gefühl heraus“ gut zu lösen und erst im Nachgang die zugehörigen Kenntnisse zu erwerben, um erklären zu können, was man wie gemacht hat und um letztlich neben der kommunikativen Komponente auch eine weitergehende Reflektion über das Gelernte, also das Weiterlernen selbst zu ermöglichen. Begabte Lerner schieben das Faktenlernen gerne weg, was später jedoch zu Leistungseinbrüchen führen kann, wenn die begriffliche Basis fehlt.
Faktenkenntnis (FKe) sind also die auswendig gelernten Begriffe, Vokabeln, Definitionen, Zahlen und Daten. Die Methodenkenntnis (MKe) sind gelernte Arbeitsabläufe, also Vorgehensweisen, Arbeitsanleitungen, Lösungsstrategien, Handlungsabläufe. Diese beiden Stufen werden relativ flach bewertet weil sie durch reine Fleißarbeit von jedem Lerner schaffbar sind und gleichsam wenig Wert haben wenn keine Kompetenzentwicklung angeschlossen wird. Rein auswendig gelernte Dinge werden zu einem großen Teil vergessen beziehungsweise wird die Zugreifbarkeit dessen im Gehirn reduziert. Was man aber kann, worin man eine Kompetenz hat, das wird kaum vergessen und ist weitaus leichter reproduzierbar, wie Fahrradfahren oder Schwimmen.
Die Kompetenzebenen sind generell die angestrebten Ebenen einer Bildungsmaßnahme, nicht jedoch jedes einzelnen Moduls! Hinterfragen Sie einfach den Aufbau von Modulen, die nicht wenigstens bis zur Methodenkompetenz (MKo) gelangen. Dies ist die Fähigkeit, aus mehreren möglichen udn bereits gelernten Wegen einen in der konkreten Situation geeigneten Weg zu wählen. Die Anwendungskompetenz (AKo) liefert die Fähigkeit, das Gelernte kreativ zu verknüpfen, zu erweitern oder auch zu modifizieren und neue Erkenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten zu entwickeln, die über den gelernten Status hinaus gehen. Der Modulverantwortliche wird Ihnen Auskunft geben können, warum ein Modul so und nicht anders strukturiert ist. Wenn nicht, sollte man auf Partnerschaft setzen und die Module gemeinsam im fairen Dialog verbessern.
Achten Sie darauf, dass Auswendiglernen keine Lösung für alle Lernziele ist! Vielmehr entsteht Wissen durch Kommunikation von Information. Der Lernende muss über das Gelernte sprechen können. Lassen Sie sich erzählen und erklären, was die wichtigsten Erkenntnisse des Lerntages waren. Nur so wird das auswendig gelernte, also der Kenntnisbereich kommuniziert und gefestigt. Fragen Sie nun nach, sichern Sie, dass eine zuverlässige und vor allem präzise begriffliche Basis gegeben ist. Ein „so in etwa heisst das wohl“ reicht nicht aus um sehr gute Ergebnisse zu erzielen.
„Das wird schon irgendwie, hab das immer geschafft“ ist keineswegs geeignet, um wirklich verlässliche Kompetenzen zu entwickeln. Fragen Sie nach, wie es genau ist. Der Lernende soll hierfür seine Unterlagen benutzen, um seine Erkenntnisse zu präsentieren. Lassen Sie das niciht in eine peinliche Befragung ausarten, entwickeln Sie ein Interesse für die Inhalte. Sie müssen nicht alles verstehen, aber manchmal ist es ja doch ganz interessant und es ist wichtig für die Schüler, dass sie von ihren Eltern verstanden werden. Und dafür müssen eben auch Eltern mit den Schülern wachsen.
Das Auseinandersetzen mit den Lernschritten kostet Zeit und nach einem harten Arbeitstag und privaten Verpflichtungen ist es oft wirklich schwer, noch eine Stunde dem Nachwuchs zuzuhören. Aber wollen Sie das Beste aus einem Lernprozess heraus holen, finden Sie diese Zeit. Bringen Sie die Themen in die Lebensrealität, zeigen Sie, dass die Schulthemen auch in der realen Welt benötigt werden!
Was kann unser Absolvent?
Ob und wie weit die Lernziele der Modulbeschreibungen erreicht wurden, entnimmt man praktischer Weise der Schülerinformation. Hier sehen Sie die Stärken und Schwächen in der Leistungsentwicklung samt Trend und aktuell erwartbarem Endergebnis als eine Art Vorschau. Werden Sie aufmerksam besonders in Fächern, die über durchschnittlich gut oder schlecht ausfallen. Dies kann eine motivationale Ursache haben oder neigungsbedingt sein. Es kann aber auch bedeuten, dass der Lernende hier zusätzliche Unterstützung benötigt weil Vorkenntnisse fehlen (siehe Basiswissen in den Einzeltests), es kann aber auch Konflikte in der Schule geben von sozialen Problemen beginnend bis zu problematischen Verhältnissen zum Lehrer. Oft liegt das Problem aber gar nicht ind er Schule sondern eher zu Hause oder in der persönlichen Erlebniswelt des Lernenden. Hier muss rechtzeitig reagiert werden. Eine zu positive Bewertung kann auf ein besonderes Talent oder Interesse hindeuten, aber auch darauf, dass der Lehrer suboptimal bewertet oder generell zu flache Anforderungen an die Lernenden stellt.