theoretische Basis

Die theoretische Basis für die testsuite findet sich im konstruktiven Kognitivismus. Diese Sicht wird abstrahiert und praktisch anwendbar gemacht. Es ist eine praktische Methode entstanden, um Lernleistungen und damit auch Lehrleistungen transparent und reproduzierbar zu überprüfen.

Die Leistungsbewertung wird so aus Schülersicht fairer und von (scheinbarer) Willkür befreit. Es ist jederzeit nachvollziehbar, warum welche Bewertung erfolgt. Zugleich ist die Bewertung der erreichten Leistungsfähigkeit des Lernenden in einem konkreten Gebiet aussagefähig bezüglich sinnvoller Weise folgender Lernschritte. Der Lernende wird so befähigt, eine reflektierte Einschätzung seiner erreichten Leistungen vorzunehmen.

Die Objektivierbarkeit von Leistungsmessungen ist nicht unumstritten. Das mit der testsuite umgesetzte Konzept wurde 6 Jahre lang getestet und hat sich als praktisch, zeitsparend und tatsächlich weitgehend reproduzierbar erwiesen. Es wurde neben den Zeiteinsparungen im Leistungsnachweisprozess ein wesentlicher Qualitätsgewinn in der Leistungsbewertung erreicht.

Was ist Lernleistungsmessung?

Die Überprüfung von Lernleistungen dient der Bestimmung des aktuell erreichten Lernfortschrittes mit Hilfe eines Vergleiches zwischen den vorbestimmten Lernzielen und dem tatsächlich nachgewiesenen Leistungen des Lernenden. Die Messung dieser Leistung ist mit unterschiedlicher Zuverlässigkeit möglich. Das Maß der tatsächlichen Übereinstimmung der Messung mit den real existierenden Handlungsdispositionen des Lernenden muss stets fehlerbehaftet sein, weil kein Mensch eine tatsächlich toleranzfreie Reproduktion seiner Leistungen vermag. Es soll jedoch angestrebt werden, grobe Fehleinschätzungen zu vermeiden und ein unnötiges, vermeidbares Maß an Subjektivität weitestgehend zu reduzieren zu Gunsten einer fairen, transparenten und vor allem den Lernprozess unterstützenden Leistungsbewertung. Es soll ausdrücklich eine Bewertung getrennt von psychologisch oder pädagogisch motivierten Wertungen erreicht werden.

Es soll gemessen werden, wie weit ein Lernfortschritt gediehen ist. Hierfür wird die Verständnistiefe betrachtet. Es soll geprüft werden, wie weit der Lernende, beginnend mit dem Erwerb einer Faktenkenntnis, gefolgt von einer Methodenkenntnis, über eine wertende Methodenkompetenz, hin zu einer kreativen Anwendungskompetenz des Gelernten gelangt ist. Das Anspruchsniveau der einzelnen Aufgabe wird am aktuellen Entwicklungsstand orientiert, was für die Skalierung der Messung, welche die Grundlage der Punkteverteilung darstellt.

Ein guter Test hilft so dem Lernenden zu sehen, wo er noch ungenutzte Potenziale hat. Er erkennt genau, ob es verstärkter Anstrengungen im Auswendiglernen oder in der Übung zum Kompetenzerwerb bedarf. Er erkennt weiterhin, ob er in den Grundlagen (Basiswissen) ausreichend sicher ist oder ob er in den weitergehenden Themen (Detailwissen und höhere Stufen) noch weitere Anstrengungen unternehmen sollte. Das Hauptwissen stellt die aktuell wesentlichen Lerngegenstände, quasi die Standardforderung, dar, welche im aktuellen Lernschritt von den Lernenden gefordert werden soll.

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