Lernpsychologie

Zunächst soll die Entwicklung der Verständnistiefe dargestellt werden. Der Erwerb von Faktenkenntnis dient der Begriffsbildung und Sicherung des Handwerkszeugs für die Kommunikation über das Thema. Aufbauend auf dieser Kenntnis werden Fakten in Zusammenhang gebracht, was zum Erwerb von Methodenkenntnis führt. Der Lernende ist nun in der Lage, Anweisungen gemäß den erlernten Vorgaben auszuführen. Die Methodenkompetenz befähigt den Lernenden dazu, Methoden gegeneinander abzuwägen und eine für ein konkretes Problem am besten geeignet scheinende Methode zur Problemlösung aus dem Pool seiner Methodenkenntnis auszuwählen und abzuarbeiten. Erst auf dem Niveau der Anwendungskompetenz ist es dem Lernenden möglich, Methoden kreativ zu verändern, weiter zu entwickeln und flexibel an konkrete Probleme anzupassen.

Eine erreichte Kenntnis oder Kompetenz ist relativ zum aktuellen Fortschritt in der Lernbiografie zu sehen und es wird hier ein fachinhaltlicher Fokus gesetzt.

  • Das Basiswissen stellt das für den aktuell anstehenden Lernschritt notwendige und erwartbare Grundlagenwissen dar.
  • Das Hauptwissen fasst die im aktuellen Lernschritt zu erwerbenden Themen zusammen und
  • das Detailwissen bezeichnet jene Themen, die über den Durchschnitt hinaus gehen, also die Themen des Hauptwissens im Detail vertiefen.
  • Zusatzwissen wird in individuellen und oft über die geplanten Lehrveranstaltungen hinaus gehenden Lerneinheiten erworben und geht über die curricularen Vorgaben hinaus.
  • Das Expertenwissen dient der individuellen Vertiefung besonders interessierter Lernender, die für bestimmte Themen eine außergewöhnliche Expertise anstreben.

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