FAQ - Pädagogik

Warum gibt es auf die Nennung von 10 Begriffen nur 2 Punkte?

Wenn eine Aufgabe nach 10 Begriffen fragt, ist sie schlecht formuliert. Teile die Aufgabe in mehrere Aufgaben, die die Nennungen in verschiedene Kontexte einbettet und so die gesuchte Faktenkenntnis in verschiedenen Zusammenhängen abtestet. Damit wird einerseits eine solidere Überprüfung und mithin eine aussagekräftigere Bewertung möglich, andererseits wird ereicht, dass die Bewertung nicht auf einzeln auswendig gelernte Begriffe alleine erfolgt, was dem Lernenden keinerlei Hilfe ist, sondern es wird fein granular gezeigt, wo eventuelle Schwächen liegen.

Die Verteilung der 2 Punkte ergibt sich aus dem empirischen Teil des kognitiv-konstruktivistischen Ansatz der testsuite. Dieser besagt, dass die Wiedergabe von auswendig gelernten Fakten keine zuverlässige Aussage über die Festigkeit der geprüften Faktenkenntnis trifft. Entsprechend wird Faktenkenntnis niedrig bewertet. Die Punkt ergeben sich nicht aus der Anzahl der hergesagten Fakten, die an sich ja keinerlei Leistung darstellt, sondern vielmehr daraus, dass die erreichte Verständnistiefe nur eine elementare Grundlage für nachfolgende Lernschritte darstellt. Es soll also die Verständnistiefe (Faktenkenntnis) auf einem gewissen Anspruchsniveau (Hauptwissen) bestimmt werden. Diese wird dann zu einem gewissen prozentualen Anteil erfüllt, was durch die erreichte Punktzahl ausgedrückt wird.

Wie wird ein Kurzvortrag/eine Präsentation mit der testsuite bewertet?

Körpersprache, Timing, Inhalt, ... werden bewertet, indem man die jeweils zu prüfenden Kompetenzen bzw. Kenntnisse extrahiert.

Um das Timing eines Vortrages gut zu beherrschen muss man Methodenkenntnis besitzen um zu wissen, wie ein Vortrag im zeitlichen Fluss richtig aufgebaut wird. Man benötigt Methodenkompetenz, um die Zeitplanung geeignet auf den Vortrag zu übertragen. Es wird Anwendungskompetenz benötigt, um den Vortrag dann auch erfolgreich gemäß dem geplanten Timing zu halten. Die jeweiligen Anspruchsniveaus werden dem Lernfortschritt der Lernenden entsprechend ermittelt und eingeordnet.

Wie finde ich Kriterien und wie breche ich diese "runter"?

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Die Bewertung in 25%-Schritten ist doch immer noch subjektiv!?

Werden kleine Schritte verwendet (10% oder feiner), so ist es immer möglich, sich relativ unscharf zu entscheiden. Eine Antwort kann dann "gefühlte" Bewertungen erhalten, die zu Ungerechtigkeiten führen, die ja letztendlich Grund für die testsuite Entwicklung waren.

Es soll vielmehr eine konsequente Entscheidung für die Bewertung getroffen werden. Die Aufgaben sollen so fein granular sein, dass sie konsequent in 25% Schritten bewertbar sind. Treten z.B. die Nennung von 3 Fakten bei einer Bewertung mit 2 Punkte max. auf, dann wird bei Nennung von nur 2 Fakten zu Gunsten des Lernenden gewertet und statt 66% die 75% gegeben, was in der Wertung keine Nachteile oder ungerechtfertigte Vorteile bringt, sondern einfach eine feste Bewertungsregel darstellt.

Ebenso werden Bewertungen zwischen 75% und 100% immer wieder diskutiert. Es kann jedoch der Standpunkt eingenommen werden, dass im Falle einer unvollständigen Aufgabenerfüllung seitens der Lehrkraft gesagt wird "Ja, der Schüler weiß worüber er schreibt und ich kann die 100% rechtfertigen, weil die geforderte Verständnistief erreicht wurde" oder eben "Nein, der Schüler muss hier weitere Anstrengungen unternehmen, daher bleibt es bei 75%."

So ist eine gewisse Konsequenz in der Notenvergabe erforderlich, die zwar einerseits auch unperfekte Lösungen akzeptabel macht, andererseits aber auch zu genaue Einschätzungen, persönliche Präferenzen des Bewertenden usw. weitgehend reduziert. Entscheidungen für die Bewertung werden damit beton prinzipieller Natur sein. Es wird erreicht, dass weniger Willkür in den Wertungen steckt weil der Bewertende weniger an der Entscheidung für die konkrete Punktzahl orientiert ist, sondern mehr an der Entscheidung über das Erreichen konkreter Lernergebnisse im Sinne der Verständnistiefe unter Beachtung der Schwierigkeit und Inhalte der Aufgabenstellung.

Wie bewerte ich ein Kunstwerk, Softwareprogramm, Sport, Diktat ...?

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Wie werden Multiple Choice Tests in der testsuite abgebildet?

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Wie unterstützt die testsuite denn nun die Leistungsbewertung?

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Wie koppeln die Curriculare Arbeit und die Leistungsbewertung in der testsuite aneinander?

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Wie unterstützt die testsuite das didaktische Qualitätsmanagement und hilft das bei der QM Zertifizierung?

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