Aufgabenerstellung

Prinzipiell unterstützt die testsuite alle Formen von Aufgaben, die durch Text und Bild darstellbar sind. Nachfolgend finden Sie einige Tipps, die wir in unseren Einführungen in die Aufgabenentwicklung mit der testsuite gesammelt haben.

Einfache textliche Aufgaben und Fragen

Aufgaben sollen durch die Situationsbeschreibung inhaltlich kontextualisiert werden. Zusammengehörende Aufgaben werden so in einem Aufgabenkomplex zusammengefasst, welcher durch eine eigene Situationsbeschreibung seinen eigenen fachinhaltlichen Rahmen bekommt. Die konkreten Handlungsaufforderungen werden dann, unter Nutzung geeigneter didaktischer Aufforderungen, formuliert, gemäß den erwarteten Ergebnissen mit Punkten versehen und eine geschätzte Bearbeitungszeit für diesen konkreten Arbeitsschritt angegeben. Die testsuite rechnet die noch nutzbare Zeit automatisch aus und unterstützt so die Planung des Zeitregimes für den Test.

Fragestellungen werden technisch verarbeitet wie Aufgaben. Es ist aus didaktischem Blickwinkel heraus jedoch bewusst zu prüfen, ob Fragen oder doch besser Aufgaben im Sinne von Handlungsaufforderungen formuliert werden sollen. Letzteres ist oft die bessere Lösung!

Diskussion typischer Fehler

Oft ist zu beobachten, dass Fragen und Aufgaben nicht sehr eindeutig sind. Der beliebteste Fehler (in mehr als 1/3 aller analysierten Aufgaben) ist das Verbauen von zwei oder drei Fragen in einer. Achten sie einmal darauf, was genau Sie von den Lernenden als Antwort/Lösung erwarten und ob die Frage/Aufgabe wirklich genau dieses Ergebnis provoziert oder ob die Lernenden nicht vielleicht doch deutlich mehr Lösungsraum anbieten in der Hoffnung, dass alle möglichen Interpretationen dieser Aufgabe hierdurch abgedeckt werden.

Der zweithäufigste Fehler ist die unzureichende didaktische Aufforderungen. Es mag stereotyp wirken, aber eine eindeutige Aufforderung führt viel eher zu einer eindeutigen Lösung und in der Folge zu einer eindeutigen Bewertungsmöglichkeit, als eine Aufgabenformulierung wie "Lassen Sie uns an Ihren Überlegungen teilhaben". Was soll man da bewerten?

Multiple-Choice-Test

Multiple-Choice-Tests (MCT) werden gerne verwendet, weil sie vermeintlich schnell gemacht und noch schneller ausgewertet werden. Es gibt ja auch reichlich Werkzeuge, die diese Denkweise effektiv unterstützen. Nichts gegen einen guten MCT! Aber einen guten MCT zu erstellen ist harte Arbeit und dauert wirklich lang. Die Auswertung kann am Ende nur Faktenkenntnis und in Grenzen Methodenkenntnis abfragen. Eine Methodenkompetenz ist theoretisch durch MCT zu messen, eine Anwendungskompetenz prinzipiell nicht. Innerhalb dieses engen Rahmens sind gute MCT jedoch wertvolle Mittel für den schnellen Zwischenstand in der Leistungsmessung.

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